Archiv für September 2011

Solikonzert für Athener Squat

Plakat

Die Squats in Athen leben in ständiger Bedrohung durch Faschisten und Polizei. Organisierte Nazibanden greifen besetzte Projekte immer wieder mit Brandsätzen an, wobei sie von der Polizei Deckung erhalten.
Die griechische Polizei neigt zu Racheangriffen auf Squats wenn es irgendwo Ausschreitungen gab.

Für die bauliche Instandhaltung der besetzten Häuser steht sehr wenig Geld zur Verfügung weil momentan fast alle finanziellen Mittel in die Unterstützung der ca. 30 Gefangenen, die die Bewegung hat, fliessen. Da die Leute in den Squats von der wirtschaftlichen Situation in Griechenland natürlich betroffen sind, werden wir für ein Hausprojekt in Athen ein Konzert veranstalten um dringend nötige Baukosten zu decken.

Freitag, 7.Oktober 20:00
Berlin Friedrichshain – Markgrafendamm 14/15

im Hangar

Es spielen: Bastardo Four

No Roots No Culture

Puris Ani

danach gehts weiter mit Djs u.a. Vai (M.I.T.O.W.)

Text der drei Mitglieder des Revolutionären Kampfes

Text der drei gefangenen Mitglieder des Revolutionären Kampfes anlässlich des Prozesses gegen die Organisation, der am 5. Oktober 2011 beginnt.

Der Prozess im Fall Revolutionärer Kampf, der am 5. Oktober beginnen wird, ist die Fortsetzung des repressiven Angriffs des Staates, der im April 2010 mit unseren Festnahmen begann und der sich gegen die Organisation Revolutionärer Kampf und natürlich gegen die Aktivisten, die an ihr teilnehmen richtete und richtet.

Vorrangiges Ziel der Festnahmen, des Prozesses aber auch der Verurteilungen zu vielen Jahren Gefängnis, die vom Sondergericht verhängt werden werden, ist, dass der Staat die vom Revolutionären Kampf ausgehende politische Bedrohung auslöscht, unseren Willen zum Kampf bricht, in den Augen jedes Aktivisten und jedes Widerständigen die politische Entscheidung zur bewaffneten Aktion als ausweglos, grundlos und ohne Perspektive darzustellen.

Anliegen des Staates ist es, den Revolutionären Kampf politisch zu besiegen, uns, die wir daran teilgenommen haben, zu besiegen, den bewaffneten Kampf zu besiegen und vorbeugend jeden Willen für die Organisierung des bewaffneten proletarischen Gegenangriffs auf das System und für seinen Sturz, jede Initiative für einen bewaffneten revolutionären Versuch zu unterbinden, da sowohl die Praxis des Revolutionären Kampfes als auch die Repressionspolitik dagegen vom existierenden historischen Rahmen untrennbar sind, da unsere Verfolgung, Gefangennahme, unser Prozess und unsere Verurteilung die Auslöschung einer politischen Kraft betreffen, die als ihre Strategie die Unterminierung der Pläne der wirtschaftlichen und politischen Elite zur wirtschaftlichen Vernichtung der Mehrheit der Gesellschaft im Namen des Auswegs aus der Systemkrise hatte und hat. (mehr…)

Über das Verfahren gegen Simos Seisidis

IMMEDIATE RELEASE OF SIMOS SEISIDIS.
SOLIDARITY TO ARIS SIRINIDIS.
On the evening of 3/5/2010, forces of police hurry to the areas of Petralona, Keramikos and Tavros, after a robbery in a Praktiker department store, in search of the perpetrators.

Video der Verhaftung von Simos. Er wird schon für tot gehalten und mit einem Tuch abgedeckt:

Completely accidentally they crossed the wanted and with a bounty anarchist Simos Seisidis, and they tried to stop him for a check. Simos Seisidis, targetized from the authorities for many years, lived in illegality for four years, after the entanglement of his name in the robbery for which arrested his friend and comrade Giannis Dimitrakis, and the publication of arrest warrant for him, his brother Marios Seisidis and comrade Grigoris Tsironis. A case, for which he was eventually acquitted, in the trial that followed. (mehr…)

Asyl auf Unigelände abgeschafft

Am Mittwoch zur Mittagszeit, 24. August, wurde der besetzte Container auf dem Unicampus in Zografou, im Bezirk Illisia, gestürmt und geräumt. Der besetzte Container wurde zertrümmert, alle Gegenstände mitgenommen und beschlagnahmt. Die StudentInnen des besetzten Mensagebäudes in der Paneptistimiou Str. im Zentrum Athens, riefen am Mittwoch um 20 Uhr (MEZ) zu einer Lagebesprechung der aktuellen Situation auf.

Stunden vorher protestierten über 2.000 StudentInnen im Zentrum Athens. Gleichzeitig fanden in Thessaloniki, Heraklion (Kreta) und Patras auch Demonstrationen gegen die Gesetzesvorlage zur Bildungsreform statt. Trotzdem verabschiedete das griechische Parlament den Gesetzesentwurf, der durch die Bildungsministerin Anna Diamantopoulou eingebracht wurde. Diese Gesetzesvolage beinhaltet einige der tiefgreifendsten Veränderungen, die das Bildungssystem des Landes in seiner Geschichte jeh gesehen hat.

In letzter Sekunde wurde die Gesetzesvorlage zur Bildungsreform abgeändert. Der Minister verkündete die komplette Abschaffung des historischen Universitätsasyls (das der Polizei im Namen der freien Meinungsäußerung untersagt, das Universitätsgelände zu betreten) und die Wahl der VizerektorInnen der Universität, hauptsächlich durch ihre akademische Gemeinde.

Natürlich wurde das Universitätsasyl in der Praxis schon oftmals gebrochen, nicht nur während der „Metapolitefsi“ (politische Wende nach dem Sturz der Militärjunta 1967 bis 1974) sondern vor allem in den vergangenen Jahren.

Momentan sind über 80 Hochschuleinrichtungen in Griechenland von Studenten und Studentinnen besetzt.