Archiv für Oktober 2011

Lasst uns zum Gegenangriff übergehen!

19. OKTOBER: ALLE AUF DIE STRASSEN! Lasst uns zum Gegenangriff übergehen! Lasst uns eingreifen in das Fest der korrupten Gewerkschaften und kämpferische Ansätze in der Demonstration vorantreiben!

“Gegen Gewalt, wo immer sie auch herkommen mag” – eine Phrase, die wir oft von Adonis Georgiadis hören, genauso wie von anderen, die der politischen Linken angehören oder Immobilieneigentümer, die als progressiv angesehen werden und gelegentlich im Laufe von Streiks auf die Straße gehen.

Wir werden uns nur entfernt mit einem solchen Verständnis befassen, wie wir es in zahlreichen Streiks erleben können. Mit jenem Verständnis, das mehr oder weniger sagt: „Es sollte keine Provokation stattfinden, keine Auseinandersetzung, die uns schaden und die Bewegung in Misskredit bringen könnte.“ Es ist ein Verständnis, das hauptsächlich in großen Teilen der reformistischen, verräterischen Linken des Regimes zu finden ist.

In Wirklichkeit nützt diese Ansicht dem Staat. So zahlreich die Demonstrierenden auch sein mögen; wenn der Staat die Menschen auf den Straßen sieht wie sie hinter Lausprechern und Megaphonen verstecken und die Masse auffordern, ruhig zu bleiben, wenn die Cops provozieren, dann weiß er, dass diese Menschen alle selbstkontrolliert sind und nicht irgendein Problem bewirken.

Eine spontane, massive Bewegung ist es, was den Staat beängstigt oder, in einem massiven Streik, ob diese Masse unkontrollierbar, konfrontativ wird und den Frieden, die Ordnung und Sicherheit derer stört, die sie existenziell benötigen und sie anderen versuchen aufzuzwingen.

Sie haben keine Angst vor irgendeiner pazifistischen Demonstration, irgendeinem friedlichen Protest so massive r sie auch seien könnten. Deshalb lobt selbst der Staat diese Veranstaltungen (so wie es zum Beispiel be idem Streik am 20. Mai geschehen ist, der eindeutig friedlich war, wenn nicht sogar eine Anti-Gewalt Demonstration. Damals verkündeten alle Minister einschließlich des Premiers Papandreou den Medien den Blödsinn, dass die Demonstrierenden das Recht auf friedlichen Protest haben und jeder Streik so oder so ähnlichen ablaufen sollte.) Sie kriegen erst Angst, wenn Auseinandersetzungen sich ausbreiten, die Normalität gestört wird oder Angriffe auf staatliche und kapitalistische Ziele durchgeführt werden, weil solche Aktionen sie vor ein unmittelbares Problem stellen.

Natürlich lassen wir uns nicht zum Narren halten, auch leben wir nicht in unserer eigenen Privatwelt. Offensichtlich glauben wir nicht daran, dass, sobald wir uns entschließen zwei, drei Angriffe auf einem Generalstreik durchzuführen, die Revolution kommen wird. Aber wir glaube, dass wir jenen einen Gegenangriff schuldig sind, die versuchen unser Leben zu kontrollieren; jene, die es wagen zu denken, dass wir nur existieren, um ihre Sklaven zu sein; gegen jene, die uns zu Grunde richten und uns unsere Leben stehlen; gegen die Unterdrückung und Barbarei des täglichen Lebens im Kapitalismus; gegen die Gewalt, die wir täglich vom Staat und den Bossen erleiden. Das geringste, das wir tun können, ist es, uns zu wehren!!!!

Um die Pläne jener zu vereiteln, die denken, dass dieser Tag ein einfacher Streikspaziergang durch das Stadtzentrum wird; jene, die sich einen pazifistischen Marsch erhoffen.

Lasst uns am 19. Oktober eine stürmische Antwort jenen geben, die wollen, dass wir unser ganzes Leben als Sklaven leben, damit ein Haufen von Menschen mit Goldlöffeln essen wird und ihr verfaultes System überlebt.

FEUER UND FLAMME DEM STAAT UND DEM KAPITAL! ALLE AUF DIE STRASSE!

Die nächsten Streiks schon in Sicht

Am kommenden Montag, dem 17. Oktober, wollen auch die Seemänner für 48 Stunden ihre Arbeit niederlegen, was den Schiffsverkehr in dieser Zeit zum Erliegen bringen wird. Wegen eines neuen Gesetzentwurfes zur Liberalisierung des Taxigewerbes planen die Taxi-Besitzer für den morgigen Freitag einen 24-stündigen Warnstreik. Am Wochenende könnte es auch wieder zu Problemen im Flugbetrieb kommen. Die Fluglotsen drohten erneut mit Aktionen.
Und noch ein Wermutstropfen für die Touristen: Die Archäologischen Stätten und staatlichen Museen bleiben auch heute wegen eines Streiks der Angestellten des Kulturministeriums geschlossen.
Einen 24-stündigen Streik führen heute auch die Gefängniswärter durch. Morgen und am 19. Oktober sind die Rechtsanwälte an der Reihe. Am Montag wollen die Angestellten des Finanzministeriums zehn Tage die Arbeit verweigern.
Heute und Morgen treten auch alle Angestellten des staatlichen Senders ERT, von Kommunalsendern sowie der Agentur APE-MPE in den Streik.
Der Gewerkschaftsbund für die Angestellten in der Privatwirtschaft (GSEE) zieht unterdessen in Betracht, den 24-stündigen Generalstreik, der für den 19. Oktober angekündigt worden ist, in einen 48-stündigen umzuwandeln. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ADEDY hat für den 18. und 19. Oktober bereits zu einem 48-stündigen Streik aufgerufen. Der GSEE will nun offenbar gleich ziehen. Am zweitägigen Streik sowie an anderen Aktionen werden sich u. a. die Lehrer, Krankenhauspersonal, die Angestellten der Banken und des Telekom-Unternehmens OTE beteiligen.

Für die Lahmlegung der Infrastruktur in Griechenland!
Solidarität mit den Streikend_Innen!

Solitresen für griechische Gefangene

Wie jeden zweiten Montag im Monat gibt es vegane Vokü und es wird ein Film gezeigt über den Deutschen Herbst 1977. Die Dokumentation zeigt ausschließlich Nachrichtenzusammenschnitte seit der Entführung Schleyers, über die Lufthansaentführung bis zur Todesnacht in Stammheim. (Länge 72 Min.)

10.10.2011, 21 Uhr, Kadterschmiede (Rigaer 94, Berlin Friedrichshain)

Haftentlassungen für die drei MitgliederInnen des „Revolutionären Kampfes“ am 11. Oktober

Nach einer am Morgen des 6. Oktobers getroffenen Entscheidung des Athener Justizrats wurde für die drei MitgliederInnen des „Revolutionären Kampfes“ für Dienstag, den 11. Oktober Haftentlassung unter restriktiven Bedingungen angeordnet.

Das bedeutet, dass die GenossInnen Nikos Maziotis, Pola Roupa und Kostas Gournas an diesem Tage aus dem Knast Koridallos entlassen werden. Alle Drei erreichten die Grenze von 18-Monate Untersuchungshaft.

Ihre Freilassung wurde mit der Auflage verbunden, dass sie sich alle fünf Tage auf einer örtlichen Polizeidienstelle melden. Ihnen ist verboten die Präfektur Attika zu verlassen. Diese Entscheidung wurde als endgültig und unwiderruflich verkündet.

Der Prozess gegen die Organisation „Revolutionärer Kampf“ wird am Montag, 24. Oktober fortgesetzt.
Freiheit für auf alle Revolutionäre! Solidarität ist unsere Waffe!