Archiv für April 2012

Solidemo zur Wahl in Griechenland

Solidarität mit den Kämpfenden in Griechenland! Gegen Deutschlands Rolle bei der Durchsetzung des Sparpakets!

Wenn am 6. Mai in Griechenland gewählt wird, ist eines klar: Entscheiden können die Abstimmenden herzlich wenig. Das Spardiktat von EU, IWF und EZB kann, so betonen es die EU-Eliten, durch keine Wahl abgeschwächt werden. An der massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen der Menschen in Griechenalnd werden sie ohnehin nichts ändern.
Der Kampf um Wettbewerbsfähigkeit und das Vertrauen der Märkte ist in den eingesetzten Technokratien die einzige Aufgabe staatlichen Handelns. Aus einer Position der wirtschaftlichen und politischen Stärke setzt Deutschland seine Interessen in der EU durch. Begleitet wird dies durch einen sozialdarwinistischen Diskurs in der deutschen Gesellschaft, der die Verelendung der Lebenssituationen in Griechenland achselzuckend hinnimmt bzw. lautstark einfordert.

Demonstration // 5.5.12 //16 Uhr // Hallesches Tor // Berlin – Kreuzberg

Gegen nationale und kapitalistische Konkurrenzverhältnisse!

Angriff auf MAT in Exarchia (Athen)

Die Besatzung von einem Bus der MAT wird mit Gasakis und anderem angegriffen. Der Bus steht rund um die Uhr vor dem Kulturministerium hinter dem Polytechnio in Exarchia. Das Viertel ist immer von mehreren dieser Busse umstellt. Häufig werden Menschen, die Exarchia verlassen an diesen Checkpoints belästigt, mißhandelt oder verhaftet. Deshalb kommt es unregelmäßig zu solchen Angriffen.

Tod auf dem Syntagma

Dimitris Christoulas, 77 Jahre alt, ist derzeit der bekannteste griechische „Selbstmörder“, selbst der orthodoxe Pope, für den Selbstmord eine Sünde sein müßte, fand sich am Ort des Geschehens ein. Dimitris hatte seine Apotheke 1994 verkauft und lebte von der Rente, für die er 35 Jahre lang brav eingezahlt hatte und die ihm durch den Terror der Sparmaßnahmen derartig zusammen gekürzt wurde, daß ihm sein Leben kein Leben mehr war, wie so vielen anderen Menschen in Griechenland auch. Noch vor ein paar Jahren ging kaum jemand zum Arbeitsamt, aus Stolz und weil die Familie den griechischen Sozialstaat ersetzte. Doch wenn dann alle in der Familie arbeitslos sind und schnell auch kein Geld mehr vom Staat bekommen, wie sollen da die Eltern und Großeltern etwas auffangen, wenn auch ihre Renten und Pensionen bis zu 50% zusammen gestrichen werden, ganz zu schweigen von Märchensteuererhöhungen und anderen Schweinereien wie Immobilienkopfsteuern. (mehr…)