Griechischer Staat in der Offensive

Der griechische Staat führt derzeit einen Angriff gegen Teile der Gesellschaft. Es darf darüber spekuliert werden ob dies in der Erwartung von neuen Protesten gegen die Sparmaßnahmen präventiv den Widerstand schwächen soll, bzw. ob Angst und Schrecken die Stimmung in dem Land beherrschen soll.
Der soziale Krieg des Staates richtet sich gegen Migranten und Universitäten sowie gegen Geringverdiener .
Während die im letzten Jahr vom Parlament verabschiedeten Auflagen der Troika jetzt im Winter erneut den Lebensstandart der Bevölkerung senken, fließen weiterhin Millionen Euro in die militärischen Ambitionen Griechenlands in der NATO.

Heute, am 9.Januar, haben die Bullen zu einem weiteren Schlag gegen die anarchistische und antiautoritäre Bewegung ausgeholt. Der Angriff auf die Squats Villa Amalias und Skaramanga kann nur als Kriegserklärung an Alle, die der Junta im Weg stehen, angesehen werden.

Das Griechenland tatsächlich erneut Richtung Junta steuert findet auch der 81 jährige Dichter
Kiki Dimoula in einem Interview mit International Herald Tribune.

Vor diesem Hintergrund ist es jetzt angebracht Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen. Betroffen sind Flüchtlinge, die seit dem Sommer von den Bullen in einer Operation „Xenios Zeus“ gejagt werden. Dabei arbeiten die Bullen sowohl mit der Nazipartei Chrysi Avgi als auch der EU
und mit deutschen Bullen zusammen.
Betroffen sind ebenso die Mehrheit der SteuerzahlerInnen und ArbeiterInnen, die nicht nur für die Krise der griechischen Regierung sondern auch für den Profit einer kleinen Elite und multinationaler Konzerne ausgepresst werden. Auch deutsche Unternehmen verdienen an der Situation in Griechenland.
Und betroffen sind alle Widerständigen, die von diversen Spezialeinheiten der griechischen Polizei durch die Straßen gejagt und auf den Wachen mißhandelt werden.

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